ZOM Oberflächenbearbeitung GmbH

Schneidkantenpräparation von Zerspanungswerkzeugen

Neben dem Einsatz von neuen Schneidstoffen und der Entwicklung von neuen Werkzeug-geometrien sowie leistungsfähigeren Hartstoffschichtsystemen wird gegenwärtig bei der ZOM Oberflächenbearbeitung GmbH ein wesentliches Hauptaugenmerk auf die Mikrogestalt der Werkzeugschneidkanten gerichtet.

Durch eine gezielte Schneidkantenpräparation kann die Leistungsfähigkeit sowohl bei neuen, als auch bei nachgeschliffenen Werkzeugen erheblich erhöht werden. Bei der Kanten-präparation handelt es sich um Erzeugung definierter Schneidkantenverrundungen und um Verbesserung der Qualität der die Schneidkante bildenden Werkzeugoberflächen.

Zur Kantenpräparation werden bei ZOM sowohl das Verfahren Bürsten, als auch das innovative Verfahren magnetabrasive Bearbeitung (MAB) im Ringbad eingesetzt. Zur Realisierung des MAB-Verfahrens wurde von uns eine neuartige Anlage "ZOMB-I" entwickelt und aufgebaut, die zur Schneidkanten- und Oberflächenpräparation von überwiegend rotierenden Schaftwerkzeugen angewendet wird.

Die Hauptmodule der Anlage „ZOMB-I“ sind ein Rotorkopf und ein Magnetsystem. Das Magnetsystem besteht aus zwei ringförmigen, koaxial gerichteten Polschuhen eines Elektromagneten. Die Pohlschuhe bilden eine Arbeitszone, die mit einem ferromagnetischen Abrasivpulver gefüllt wird. Mit Hilfe des Magnetfeldes wird das Pulver zu einem elastischen abrasiven Werkzeug geformt.

Die zu bearbeitenden Werkzeuge werden in 6 einstellbaren Minispindeln eingespannt und in das mit dem Abrasivpulver gefüllte Ringbad getaucht. Während der Bearbeitung dreht sich der Rotorkopf um seine eigene Achse, wobei die zu bearbeitenden Werkzeuge zusätzlich in Eigenrotation versetzt werden. Das elastische Abrasivpulver passt sich der Werkzeugform an, wodurch nicht nur eine Kantenverrundung, sondern auch ein gleichmäßiges Polieren der funktionalen Werkzeugoberflächen gewährleistet wird.

Die einstellbaren Minispindeln lassen sich sowohl in der vertikalen Ebene, als auch tangential zum Mitteldurchmesser des Ringbades einstellen. Dies ermöglicht die Bearbei-tung von Werkzeugen mit einer Länge von bis zu 250 mm und einem Durchmesser von bis zu 25 mm.

Die magnetabrasive Bearbeitung der Werkzeuge mittels der ZOMB-I Anlage garantiert nicht nur eine reproduzierbare Erzeugung definierter Schneidkantenverrundungen, sondern auch eine deutliche Verbesserung der Oberflächenqualität des gesamten Werkzeugschneidteils.

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                                                                         letzte Aktualisierung am  am                                                                            19.03.2012